Ratgeber

Pollen: was sie sind und welche Allergien auslösen

Pollen sind der Blütenstaub von Pflanzen. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sind sie die häufigsten Auslöser von allergischen Atemwegserkrankungen. Hier lesen Sie, was bei einer Pollenallergie im Körper passiert und welche acht Pollenarten in Deutschland besonders wichtig sind. Quellen sind gesundheitsinformation.de (IQWiG, Stand 31. Mai 2023 und 12. Juli 2023) und die Pollen-Seiten des DWD (abgerufen 25. Oktober 2026).

Stand Oktober 20263 Min. Lesezeit

Warum Pollen Beschwerden auslösen

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem auf eigentlich harmlose Stoffe. Laut gesundheitsinformation.de bildet es beim ersten Kontakt Abwehrstoffe, sogenannte IgE-Antikörper. Dieser Vorgang heißt Sensibilisierung. Kommt der Körper erneut mit dem Stoff in Berührung, setzen bestimmte Zellen Botenstoffe frei, darunter Histamin. Das führt zu Beschwerden wie Niesen oder Husten.

Pollen gelangen mit der Atemluft zuerst an die oberen Atemwege. Deshalb zeigt sich eine Pollenallergie meist als Heuschnupfen, also als allergischer Schnupfen. Etwa jeder vierte Mensch in Deutschland hat laut IQWiG einen allergischen Schnupfen. Die Beschwerden treten nur in der Zeit auf, in der die auslösenden Pollen fliegen.

Die acht Pollenarten des DWD

Der DWD erstellt täglich eine Vorhersage für acht Pollenarten, die in Deutschland häufig Allergien auslösen:

Pollenart Blütezeit laut DWD Allergiepotenzial laut DWD
Hasel Januar bis April, teils ab Ende Dezember mäßig
Erle Februar bis April (Schwarz-Erle) mäßig
Esche März bis Mai mäßig
Birke März bis Mai sehr hoch
Gräser April bis Oktober, Hauptblüte Mai bis Juni hoch
Roggen Mai bis Juni sehr hoch
Beifuß Juli bis September hoch
Ambrosia August bis September sehr hoch

Birkenpollen sind laut DWD die häufigsten Baumpollen und haben ein sehr hohes Allergiepotenzial. Gräser gelten als häufigste Auslöser allergischer Reaktionen, Roggen hat unter den Gräsern die stärkste allergene Wirkung. Ambrosia ist in Deutschland nicht heimisch und wurde nach Europa eingeschleppt.

Was die Pollenmenge beeinflusst

Wie viele Pollen in der Luft sind, hängt laut DWD unter anderem von der Pflanzenart, der Lage und der Witterung ab. Sonniges, trockenes und leicht windiges Wetter begünstigt den Pollenflug, anhaltender Regen wäscht Pollen aus der Luft. Luftschadstoffe wie Stickoxide oder Ozon können das allergene Potenzial von Pollen verstärken.

Durch wärmere Temperaturen blühen laut gesundheitsinformation.de einige Pflanzen früher, länger und stärker. Laut DWD beginnt die Pollensaison heute oft schon im Januar oder Februar. Wann die Pflanzen in Ihrem Bundesland zu blühen beginnen, zeigt der Pollenkalender. Wie stark sie heute fliegen, sehen Sie unter Pollenflug heute.

Kreuzallergien

Eine Pollenallergie kann sich laut gesundheitsinformation.de auf bestimmte Nahrungsmittel ausweiten. Mehr dazu am Beispiel der Birkenpollen. Beschwerden nach dem Essen sollten Sie ärztlich abklären lassen.

Häufige Fragen

Welche Pollen lösen am häufigsten Allergien aus?

Laut DWD sind Gräser die häufigsten Auslöser. Unter den Bäumen ist die Birke besonders wichtig, ihr Allergiepotenzial gilt als sehr hoch.

Fliegen auch im Winter Pollen?

Ja. Die Hasel blüht laut DWD teils schon Ende Dezember, in milden Wintern beginnt die Saison früh.

Ist Ambrosia in Deutschland heimisch?

Nein. Laut DWD wurde die Pflanze nach Europa eingeschleppt, in Amerika ist sie weit verbreitet.

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