Ratgeber

Tipps bei Pollenallergie für den Alltag

Vor Pollen kann man sich laut gesundheitsinformation.de kaum ganz schützen (Stand 12. Juli 2023). Einige einfache Maßnahmen können die Belastung aber senken. Die Tipps auf dieser Seite stammen ebenfalls von gesundheitsinformation.de, dem Portal des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Stand 31. Mai 2023. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung.

Stand Oktober 20262 Min. Lesezeit
Hand schließt ein Schutzgitter am Fenster

Was Sie im Alltag tun können

Laut IQWiG helfen diese Maßnahmen, weniger Pollen abzubekommen:

  • Halten Sie bei starkem Pollenflug die Fenster geschlossen.
  • Waschen Sie vor dem Schlafengehen die Haare.
  • Rufen Sie die Pollenflug-Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes ab.
  • Planen Sie Reisen in Gegenden, in denen gerade keine Pollen fliegen. Das kann die Belastung senken.

Was für Hund und Katze gilt, lesen Sie unter Pollenallergie und Haustiere.

Den Pollenflug verfolgen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt den Pollenflug täglich für 27 Gebiete und acht Pollenarten voraus, jeweils für heute, morgen und übermorgen. Die Belastung reicht von keiner bis hoher Belastung. Laut DWD fliegen bei sonnigem, trockenem und leicht windigem Wetter besonders viele Pollen, anhaltender Regen wäscht sie aus der Luft.

So nutzen Sie die Vorhersage:

  1. Lassen Sie ärztlich abklären, auf welche Pollen Sie reagieren.
  2. Prüfen Sie im Pollenkalender, wann diese Pflanzen in Ihrem Bundesland zu blühen beginnen.
  3. Schauen Sie in der Saison täglich in die Vorhersage unter Pollenflug heute, sie erscheint gegen 11 Uhr neu.

Behandlung im Überblick

Wenn die Alltagstipps nicht reichen, gibt es laut IQWiG verschiedene Behandlungen. Welche passt, klären Sie ärztlich ab.

Ansatz Beispiele laut IQWiG
Medikamente Antihistaminika, Kortikosteroide (Kortison), Chromone, Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten, abschwellende Nasentropfen und Nasensprays
Ohne Medikamente salzhaltige Nasensprays und Nasenduschen, die Medikamente aber meist nicht ganz ersetzen
Hyposensibilisierung regelmäßige Gabe des Allergens unter die Haut oder unter die Zunge, über mindestens 3 bis 5 Jahre

Die Hyposensibilisierung heißt auch spezifische Immuntherapie. Dabei erhalten Sie regelmäßig niedrige Dosen des Allergens. Mehr dazu unter Pollenallergie Behandlung.

Wann Sie ärztlichen Rat suchen

Erste Anlaufstelle ist laut IQWiG die Hausarztpraxis. Lassen Sie Beschwerden ärztlich abklären, besonders bei Husten, pfeifender Atmung oder Kurzatmigkeit. Laut IQWiG kann sich aus Heuschnupfen nach einigen Jahren allergisches Asthma entwickeln. Welche Anzeichen typisch sind, lesen Sie unter Pollenallergie Symptome.

Häufige Fragen

Sollte ich bei Pollenflug gar nicht lüften?

Laut IQWiG sollten die Fenster bei starkem Pollenflug geschlossen bleiben. Wann die Belastung hoch ist, zeigt die tägliche Vorhersage des DWD.

Hilft es, in der Pollenzeit zu verreisen?

Laut IQWiG kann eine Reise in eine Gegend ohne aktuellen Pollenflug die Belastung senken.

Wie lange dauert eine Hyposensibilisierung?

Laut IQWiG mindestens 3 bis 5 Jahre. Ob sie für Sie infrage kommt, klären Sie ärztlich ab.

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