Ratgeber

Pollenallergie bei Kindern

Heuschnupfen beginnt oft früh im Leben. Laut gesundheitsinformation.de (IQWiG, Stand 31. Mai 2023) haben die meisten Betroffenen schon vor dem 20. Lebensjahr erste Beschwerden. Weitere Angaben stammen vom Allergieinformationsdienst von Helmholtz Munich (Stand 20. Dezember 2019) vom IQWiG zu Asthma (Stand 15. Juni 2022) und vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Die Seite ersetzt keine kinderärztliche Beratung.

Stand Oktober 20262 Min. Lesezeit
Mädchen hält sich draußen im Grünen die Nase

Wie häufig Allergien bei Kindern sind

Laut Allergieinformationsdienst hatten in der zweiten Erhebung der KiGGS-Studie des Robert Koch-Instituts 24 von 100 Kindern und Jugendlichen schon einmal eine ärztliche Diagnose von Asthma, Heuschnupfen oder Neurodermitis. Jungen waren häufiger betroffen als Mädchen. Ein erhöhtes Risiko haben Kinder mit einem allergisch erkrankten Elternteil, am höchsten ist es, wenn beide Eltern betroffen sind.

Welche Auslöser in welchem Alter

Alter Häufige Auslöser
Säuglinge vor allem Nahrungsmittel
Klein- und Grundschulkinder eher Innenraumallergene wie Katzen und Hausstaubmilben, dazu Pollen
Jugendliche überwiegend Pollen

Quelle: Allergieinformationsdienst, Helmholtz Munich, Besonderheiten bei Kindern, Stand 20. Dezember 2019.

Anzeichen, auf die Eltern achten können

Typisch für Heuschnupfen sind laut IQWiG Niesen, eine laufende oder verstopfte Nase und tränende, juckende Augen, und zwar nur in der Zeit, in der die auslösenden Pollen fliegen. Bei starken Beschwerden kommen Müdigkeit und Schlappheit dazu. Eine Übersicht finden Sie unter Pollenallergie Symptome, die Abgrenzung zum Infekt unter Pollenallergie oder Erkältung.

Wenn Asthma dazukommt

Laut Allergieinformationsdienst entwickeln viele Kinder mit Heuschnupfen im Schulalter zusätzlich Asthma. Mögliche frühe Hinweise sind nachlassende Leistung beim Sport und häufige Bronchitis. Bei Kindern zeigt sich Asthma laut IQWiG meist durch Husten und eine leicht pfeifende oder brummende Atmung. Etwa 4 Prozent der Kinder in Deutschland haben laut IQWiG Asthma, ein vermeidbarer Risikofaktor ist das Rauchen der Eltern. Eine Lungenfunktionsprüfung ist laut Allergieinformationsdienst oft erst ab etwa 5 bis 6 Jahren möglich. Mehr unter Husten bei Pollenallergie.

Diagnose und Behandlung

Ob eine Pollenallergie vorliegt, klärt die Kinderärztin oder der Kinderarzt, etwa mit Prick-Test, Bluttest oder Provokationstest (IQWiG). Medikamente für Kinder sollten Sie immer ärztlich auswählen lassen. Eine Hyposensibilisierung ist laut IQWiG bei Kindern und Erwachsenen möglich, Einzelheiten unter Hyposensibilisierung.

Was im Alltag hilft

  • bei starkem Pollenflug die Fenster geschlossen halten (IQWiG)
  • vor dem Schlafen die Haare waschen (IQWiG)
  • getragene Kleidung außerhalb des Kinderzimmers ausziehen (BIÖG)
  • auf Rauchen in der Wohnung verzichten (BIÖG)

Häufige Fragen

Ab welchem Alter kann ein Kind Heuschnupfen bekommen?

Eine feste Altersgrenze nennen die Quellen nicht. Laut IQWiG beginnen die Beschwerden meist vor dem 20. Lebensjahr.

Ist eine Hyposensibilisierung bei Kindern möglich?

Ja, laut gesundheitsinformation.de bei Kindern und Erwachsenen. Ob sie für Ihr Kind infrage kommt, klären Sie ärztlich.

Kann mein Kind wegen Heuschnupfen Asthma bekommen?

Das ist möglich. Laut Allergieinformationsdienst entwickeln viele Kinder mit Heuschnupfen im Schulalter zusätzlich Asthma.

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