Ratgeber

Husten bei Pollenallergie

Bei Heuschnupfen denken die meisten an Niesen und eine laufende Nase. Pollen können aber auch die Bronchien reizen. Diese Seite stützt sich auf gesundheitsinformation.de (IQWiG, Stand 31. Mai 2023 und 15. Juni 2022) und den Allergieinformationsdienst von Helmholtz Munich (Stand 1. Februar 2019). Sie ersetzt keine ärztliche Untersuchung.

Stand Oktober 20262 Min. Lesezeit
Junger Mann hustet im Freien in die Hand

Wenn Heuschnupfen die Bronchien erreicht

Laut IQWiG können zum Heuschnupfen Husten, eine pfeifende Atmung und Kurzatmigkeit hinzukommen. Aus Heuschnupfen kann sich nach einigen Jahren ein allergisches Asthma entwickeln. Menschen mit Asthma haben in der Pollensaison oft mehr Anfälle.

Der Allergieinformationsdienst beschreibt frühe Anzeichen, die auf einen solchen Übergang hindeuten können:

  • trockener Reizhusten mit wenig Schleim, bei Pollenallergie vor allem im Freien und oft bei körperlicher Anstrengung
  • Brennen hinter dem Brustbein beim Einatmen
  • bei Kindern nachlassende Leistung beim Sport und häufige Bronchitis

Asthma kann laut Allergieinformationsdienst aber auch unabhängig vom Heuschnupfen entstehen.

Typische Zeichen von Asthma

Laut IQWiG zeigen sich bei Jugendlichen und Erwachsenen vor allem diese Beschwerden:

Beschwerde Hinweis
Atemnot oft anfallsartig, häufig auch nachts
Kurzatmigkeit vor allem bei Belastung
Geräusche beim Atmen Pfeifen, Giemen oder Brummen
Engegefühl in der Brust
Husten auch als Hustenreiz

Quelle: gesundheitsinformation.de (IQWiG), Asthma, Stand 15. Juni 2022. Bei Kindern zeigt sich Asthma laut IQWiG meist durch Husten und eine leicht pfeifende oder brummende Atmung.

Husten bei Erkältung

Auch eine Erkältung bringt oft Husten mit. Laut IQWiG (Erkältung, Stand 31. Oktober 2023) kann er bis zu drei Wochen anhalten, bei Erwachsenen im Schnitt 18 Tage. Eine Erkältung beginnt häufig mit Kratzen im Hals, manchmal kommt leichtes Fieber dazu. Heuschnupfen-Beschwerden treten dagegen nur in der Zeit auf, in der die auslösenden Pollen fliegen. Mehr zur Abgrenzung unter Pollenallergie oder Erkältung.

Wann Sie ärztlichen Rat brauchen

Husten in der Pollenzeit sollten Sie ärztlich abklären lassen, besonders wenn er immer wiederkommt oder mit Atemnot einhergeht. Ärztinnen und Ärzte stellen die Diagnose laut IQWiG mit einem Gespräch, einer Untersuchung und Lungenfunktionstests wie der Spirometrie oder der Peak-Flow-Messung. Bei starker Atemnot holen Sie sofort ärztliche Hilfe.

Was Sie tun können

  • bei starkem Pollenflug die Fenster geschlossen halten (IQWiG)
  • vor dem Schlafen die Haare waschen (IQWiG)
  • die Vorhersage für Ihre Region verfolgen, etwa unter Pollenflug heute

Weitere Hinweise finden Sie unter Tipps bei Pollenallergie.

Häufige Fragen

Kann eine Pollenallergie Husten auslösen?

Ja. Laut gesundheitsinformation.de können Husten, pfeifende Atmung und Kurzatmigkeit zum Heuschnupfen hinzukommen.

Wird aus Heuschnupfen immer Asthma?

Nein. Laut IQWiG kann sich nach einigen Jahren ein allergisches Asthma entwickeln, das betrifft aber nicht alle.

Wie unterscheide ich allergischen Husten von Erkältungshusten?

Allergische Beschwerden treten nur auf, solange die Pollen fliegen. Sicher klären lässt sich das nur ärztlich.

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