Ratgeber

Pollenallergie: Symptome erkennen und abklären

Niesen, eine laufende Nase und juckende Augen, aber nur zu bestimmten Zeiten im Jahr: So zeigt sich eine Pollenallergie meist. Hier lesen Sie, welche Symptome typisch sind, wie sich die Allergie entwickeln kann und wie sie festgestellt wird. Quelle ist gesundheitsinformation.de, das Portal des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Stand 31. Mai 2023. Die Angaben ersetzen keine ärztliche Beratung.

Stand Oktober 20262 Min. Lesezeit
Frau mit Taschentuch hat eine allergische Reaktion

Typische Symptome

Laut IQWiG zeigt sich eine Pollenallergie meist als Heuschnupfen mit diesen Beschwerden:

  • Niesen
  • laufende oder verstopfte Nase
  • tränende, juckende Augen und geschwollene Augenlider, wenn auch die Bindehaut entzündet ist
  • Juckreiz
  • Müdigkeit bei starken Beschwerden
  • asthmaähnliche Beschwerden wie Husten, pfeifende Atmung und Kurzatmigkeit

Typisch ist, dass die Beschwerden nur in der Zeit auftreten, in der die auslösenden Pollen fliegen. Laut IQWiG sind sie meist stärker als bei einer Hausstauballergie.

Wer betroffen ist

Etwa jeder vierte Mensch in Deutschland hat laut IQWiG einen allergischen Schnupfen. Die meisten Betroffenen bekommen die ersten Beschwerden vor dem 20. Lebensjahr.

Wie sich die Allergie entwickeln kann

Laut IQWiG kann eine Pollenallergie mit der Zeit weitere Folgen haben:

  • Aus einem allergischen Schnupfen kann sich nach einigen Jahren allergisches Asthma entwickeln.
  • Die Allergie kann sich auf bestimmte Nahrungsmittel ausweiten, das heißt Kreuzallergie.
  • Starke Beschwerden können eine Nasennebenhöhlenentzündung nach sich ziehen.
  • Die Nasenschleimhaut kann überempfindlich werden. Dann lösen auch Zigarettenrauch oder trockene Heizungsluft Beschwerden aus.

So wird die Allergie festgestellt

Die Diagnose stellt eine Ärztin oder ein Arzt. Laut IQWiG gehören dazu:

Schritt Was passiert
Gespräch Fragen zu Beschwerden, Lebensumständen und Krankengeschichte
Prick-Test Allergene werden auf den Unterarm aufgetragen, die Haut wird leicht eingeritzt
Bluttest Untersuchung des Blutes auf Hinweise auf eine Allergie
Provokationstest Allergen-Extrakte werden auf die Nasenschleimhaut oder die Bindehaut aufgetragen

Wann Sie Beschwerden ärztlich abklären lassen

Erste Anlaufstelle ist laut IQWiG die Hausarztpraxis. Lassen Sie Beschwerden ärztlich abklären, wenn Sie vermuten, dass Pollen dahinterstecken. Das gilt besonders bei Husten, pfeifender Atmung oder Kurzatmigkeit, weil sich laut IQWiG aus Heuschnupfen allergisches Asthma entwickeln kann, und bei Beschwerden nach dem Essen. Wann welche Pollen fliegen, zeigt der Pollenkalender, wie stark sie heute fliegen, Pollenflug heute. Was Sie im Alltag tun können, steht unter Tipps bei Pollenallergie.

Häufige Fragen

Wie unterscheidet sich Heuschnupfen von einer Erkältung?

Heuschnupfen tritt laut IQWiG nur auf, solange die auslösenden Pollen fliegen. Im Zweifel lassen Sie das ärztlich abklären.

In welchem Alter beginnt eine Pollenallergie?

Bei den meisten Betroffenen zeigen sich die ersten Beschwerden laut IQWiG vor dem 20. Lebensjahr.

Was ist ein Prick-Test?

Ein Hauttest, der laut IQWiG zu den üblichen Untersuchungen gehört: Allergene kommen auf den Unterarm, dann wird die Haut leicht eingeritzt.

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